Die spannendsten Bretter warten selten im Katalog, sondern in Scheunen, Werkshallen, Hafendepots oder Kleinanzeigen. Bauen Sie Beziehungen zu Rückbauunternehmen, Tischlern, Museen und Nachbarschaften auf. Fragen Sie nach Geschichten: Wozu diente der Balken? Welche Werkstatt benutzte diese Werkbank? Solche Antworten liefern nicht nur Material, sondern Identität. Regionalität reduziert Transportemissionen, stärkt lokale Wirtschaft und vereinfacht spätere Nachverfolgung.
Beginnen Sie mit gründlichem Entnageln, Abkehren und vorsichtigem Abschaben, statt aggressive Schleiforgien zu starten. Lufttrocknung oder Kammertrocknung senkt Spannungen und verhindert spätere Risse. Konsolidierende Harze, Holzdübel und eingelassene Schwalbenschwanzverbindungen sichern brüchige Partien. Bewahren Sie sichtbare Zeitspuren, aber entfernen Sie aktive Schädlinge konsequent. Dokumentieren Sie jeden Schritt, damit zukünftige Reparaturen verständlich bleiben und Materialverträglichkeit gewährleistet ist.
Fragen Sie nach Dekontamination bei Industrieholz, prüfen Sie auf Altanstriche mit Schwermetallen und messen Sie Emissionen. Zertifikate wie FSC Recycled, Bescheide von Rückbauunternehmen und Fotos der Demontage schaffen Nachvollziehbarkeit. Bewahren Sie Unterlagen gebündelt auf, vermerken Sie Chargen und Verarbeitungstage. So sind Gewährleistung, Wiederverkauf oder spätere Umnutzung ohne Rätsel möglich, und Vertrauen wächst über Jahre.